Was, wie und wie viel? Erwartungen der Kommunen an Musikschulen

Das Positionspapier der kommunalen Spitzenverbände formuliert es unmissverständlich: Öffentliche Musikschulen sollen ein integraler Teil der kommunalen Bildungs- und Kulturlandschaft sein und haben dort „wichtige kultur- und bildungspolitische Aufgaben“. Für Leitungen und Träger öffentlicher Musikschulen bedeutet dies, dass sie sich in der Schwerpunktsetzung ihrer Bildungsarbeit vor allem auch an den Erwartungen und Ansprüchen der Kommunen orientieren müssen. Nur was heißt dies konkret? Welches sind die Erwartungen und Ansprüche der Kommunen in Baden-Württemberg und ihrer Bürger an die öffentlichen Musikschulen in den zentralen Handlungsfeldern der musikalischen Bildung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen?

Dieser für die Zukunftssicherung der Musikschulen zentralen Frage ging die Jahrestagung 2017 nach – mit Vorträgen namhafter Referenten, im Dialog mit Führungskräften aus der Praxis des kommunalen Bildungs- und Kulturmanagements und in Gesprächsforen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer untereinander und mit Experten.

In seinem Vortrag brachte Gemeindetagspräsident Roger Kehle die Erwartungen kommunaler Verantwortungsträger, aber auch die große Wertschätzung gegenüber den öffentlichen Musikschulen zum Ausdruck. Der Präsident des Deutschen LehrerverbandesJosef Kraus stellte pointiert und humorvoll dar, "welche Rolle Eltern heute in der Bildung spielen (sollten)."

In verschiedenen Fishbowl-Diskussionsrunden tauschten sich die rund 100 Tagungsteilnehmer/-innen am Nachmittag intensiv mit kommunalen Vertretern zu den Aufgaben der Musikschulen u.a. in den Bereichen Inklusion, Bildungs- und Vereinskooperationen und Begabtenförderung aus.

© 2018 Landesverband der Musikschulen Baden-Württembergs e.V.  Jahrestagung 2017